Unter dem Zeichen aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen stand der politische Aschermittwoch des Jungen Union Kreisverbandes Euskirchen am 18. Februar in Kall-Golbach. Die Veranstaltung diente zugleich als erstes großes öffentliches Signal des neu gewählten Kreisvorstandes unter der Führung der Vorsitzenden Marlene Metternich.
Erst vor wenigen Wochen hatte die Junge Union im Kreis Euskirchen ihr Führungsteam neu aufgestellt. In Golbach präsentierte sich der neue Vorstand nun erstmals mit einer inhaltlich hochkarätig besetzten Diskussionsrunde. Dass das Thema „Wehrpflicht und Sicherheitspolitik“ den Nerv der Zeit trifft, zeigte das große Interesse zahlreicher junger Bürgerinnen und Bürger sowie interessierter Gäste aus der Region. Insbesondere freuten sich die Veranstalter über den Landtagsabgeordneten Klaus Voussem sowie den Schleidener Bürgermeister und CDU-Vorsitzenden Ingo Pfennings.
Expertendialog zur Zukunft der Bundeswehr
Als Referenten konnte der Kreisverband zwei Experten gewinnen, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten. Mit Aaron Appuhn war ein Fachmann aus dem Bundesverteidigungsministerium zu Gast, der durch seine Expertise in der Sicherheitspolitik sowie seine Präsenz in den sozialen Medien bundesweit bekannt ist. Unterstützt wurde er durch Hauptmann Raphael Schewiola, der als Jugendoffizier der Bundeswehr wertvolle Einblicke in den Dienstalltag und die Strukturen der Truppe gab.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Debatte um eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht. Dabei wurden nicht nur die verteidigungspolitischen Notwendigkeiten diskutiert, sondern auch Vergleiche zu den Modellen osteuropäischer Nachbarstaaten gezogen. Weitere Themen waren die veränderte globale Sicherheitslage sowie die interne Stimmung und der Modernisierungsbedarf innerhalb der Bundeswehr.
Interaktives Format überzeugt
Statt klassischer Frontalvorträge setzte das Team der Jungen Union auf einen intensiven Dialog mit dem Publikum. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Experten zu richten, was zu einer lebhaften und fachlich fundierten Diskussion führte.
„Wir freuen uns über den regen Austausch und die hohe Beteiligung. Es zeigt, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich mit den komplexen Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen“, resümierte Metternich zum Abschluss. Der Abend in Golbach markierte damit einen erfolgreichen Auftakt für die Arbeit des neu formierten JU-Vorstandes, der auch künftig verstärkt auf inhaltliche Akzente und offenen Dialog setzen möchte.
Jona Drewes



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