CDU-Kreisagrarausschuss neu aufgestellt

15.09.2026

Fachwissen aus der Praxis für eine starke Landwirtschaft im Kreis Euskirchen

Die CDU im Kreis Euskirchen hat gestern Abend ihren Kreisagrarausschuss neu aufgestellt. Zahlreiche Landwirte und Fachleute aus dem gesamten Kreisgebiet kamen zur konstituierenden Sitzung zusammen, um die inhaltlichen Schwerpunkte für die kommende Arbeit festzulegen.

Zur Vorsitzenden wurde Anna Maister gewählt. Ihr Stellvertreter ist Helmut Dahmen. Als Delegierte wurden Anna Maister, Helmut Dahmen und Frank Vellen gewählt. Ersatzdelegierte sind Miriam Schmitz, Leo Wolter und Hans Peter Pütz.

„Gerade in einem ländlich geprägten Kreis wie dem Kreis Euskirchen sind unsere Landwirte ein wichtiger Baustein unserer Gesellschaft. Das zeigt sich nicht nur bei der Versorgung mit regionalen Lebensmitteln. Gerade in Krisensituationen sind unsere Landwirte immer wieder zur Stelle und nicht zu schade, mit anzupacken und für andere einzustehen. Das haben wir zuletzt bei den Waldbränden und zuvor in besonderer Weise während der Flutkatastrophe erlebt“, betont CDU-Kreisvorsitzender Ingo Pfennings. „Landwirtschaftliche Betriebe können einen wichtigen Beitrag zur Resilienz einer ganzen Region leisten. Sie verfügen über Know-how, schwere Maschinen und praktische Fähigkeiten und spielen bei der Lebensmittel- und Energieversorgung eine wichtige Rolle. Deshalb ist es uns als CDU wichtig, der Landwirtschaft eine starke politische Stimme zu geben. Mit unserem neu aufgestellten Kreisagrarausschuss bringen wir dafür viel Fachwissen und praktische Erfahrung an einen Tisch.“

Schon bei der ersten Sitzung wurde deutlich, wie breit das Spektrum der Themen ist, mit denen sich die heimische Landwirtschaft auseinandersetzen muss. Diskutiert wurden unter anderem Nutzungskonflikte auf Wirtschaftswegen durch Freizeitverkehr, parkende Fahrzeuge in Ortslagen sowie die zunehmenden Probleme durch invasive Arten und Problemunkräuter. Auch der Umgang mit dem Wolf und die Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe im Kreis Euskirchen standen auf der Tagesordnung.

Ein besonderes Anliegen ist dem Ausschuss die Stärkung der regionalen Direktvermarktung. Viele landwirtschaftliche Betriebe bieten ihre Erzeugnisse inzwischen unmittelbar vor Ort an und schaffen damit kurze Wege zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Dieses Engagement soll stärker sichtbar gemacht und unterstützt werden.

Sorge bereitet den Mitgliedern die rückläufige Zahl landwirtschaftlicher Betriebe. Der Kreisagrarausschuss will deshalb künftig auch den Austausch mit den CDU-Fraktionen in den Städten und Gemeinden intensivieren und dort für die Belange der Landwirtschaft sensibilisieren.

„Wir haben unseren Arbeitsauftrag sehr klar formuliert. Wir wollen die Probleme aus der täglichen Praxis aufnehmen und daraus konkrete politische Forderungen entwickeln“, erklärt die neue Vorsitzende Anna Maister. „Landwirtschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen und vor allem wieder mehr Zeit für die eigentliche Arbeit auf den Betrieben. Dafür wollen wir uns auf kommunaler Ebene ebenso einsetzen wie gegenüber Land und Bund.“

Auf Bundes- und Landesebene sieht der Ausschuss insbesondere bei der zunehmenden Bürokratie politischen Handlungsbedarf. Weitere Themen sind die Rahmenbedingungen für Biogasanlagen, Fragen der Abwasserbehandlung bei Molkereien und die Risikoausgleichsrücklage für landwirtschaftliche Betriebe.

Darüber hinaus will sich der Kreisagrarausschuss mit der Bedeutung der Landwirtschaft für die Resilienz der Region beschäftigen. Dazu gehören insbesondere die Versorgung mit Lebensmitteln, Energie und Wasser sowie Fragen des Katastrophenschutzes.

Die nächste Sitzung des CDU-Kreisagrarausschusses ist für Anfang November vorgesehen.